Buchpublikation: „Wie Hollywood erzählt – Fortsetzungsdramaturgie mit Storytelling“

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Ein Sachbuch als Reise durch die Entwicklungsgeschichte der Fortsetzungsdramaturgie Hollywoods. Bertram Holzer erzählt mit medienwissenschaftlichem Anspruch von den Mechanismen des Storytellings und die daraus entstandene „Erfolgsdramaturgie“ einer milliardenschweren Filmindustrie. Welche Ereignisse führten mit Beginn der 80er Jahre zu einem regelrechten Fortsetzungsboom, der bis heute die Produktionslandschaft Hollywoods so nachhaltig prägt? Anhand der dramaturgischen Formen, die der Autor mit zahlreichen Filmbeispielen skizziert, erzählt er auch über die Wirkungsweisen, Funktionen und zukünftigen Möglichkeiten des erfolgreichen Storytellings mit Fortsetzungen. Bucherscheinung: „Wie Hollywood erzählt: Fortsetzungsdramaturgie mit Storytelling“ ab heute erhältlich!

„Ein Buch, das überfällig war!“

Vor über zehn Jahren entschloss ich mich über die Dramaturgie von Filmsequels zu schreiben. Was als Forschungsarbeit beginnen sollte, endete schon bald mit der nüchternen Erkenntnis, dass zu genau diesem Thema fast keine Literatur vorhanden war. Ein Grund mehr, um mich genau deshalb intensiver mit dem Thema „Fortsetzungsdramaturgie“ zu befassen und den medienwissenschaftlichen Bestand zu bereichern. Aber die Entscheidung, nach vielen Jahren meine Arbeiten auch als Fachbuch zu veröffentlichen, war längst überfällig. Schließlich geht es auch darum, erfolgswirksame „Mechanismen“ des Storytellings zu beleuchten und aufzuzeigen, wie solche „Erfolgsmodelle“ fortgesetzt werden könn(t)en.

Das „Fortsetzung folgt…“ als anspruchsvolle Form des Storytellings

Fortsetzungsfilme sind keine Erfindung Hollywoods, aber wohl kein anderes „Unternehmen“ hat die fortsetzbaren Erzählformen so nachhaltig geprägt wie die milliardenschwere Entertainmentindustrie Hollywoods. Und wenn Filme die wichtigsten Unternehmensmedien dieser Industrie sind, lohnt sich der Blick auf das „Fortsetzung folgt…“ entstandener Medien umso mehr. Schon alleine deshalb, weil diese dramaturgischen Erzählmodelle auch wertvolle Erkenntnisse für das Storytelling und Marketing in unseren heimischen Unternehmen bereithält. Ob sich wirklich „alles“ mit Absicht der Profitmaximierung fortsetzen lässt, erfahren und entscheiden Sie als Leser des Buches schlussendlich selbst.

Begegnungen mit Wiederholung: „Beliebte Figuren und ihre Geschichten“

Sie werden während ihrer „Reise“ durch dieses Buch nicht nur die Wirkungsweisen verschiedenster Erzählmodelle kennenlernen. Sie werden außerdem vielen beliebten Filmfiguren und ihren Geschichten begegnen. Erinnern Sie sich an die Figuren, an deren Leben Sie teilhaben wollten und unbedingt wissen wollten, wie sich die Geschichten dieser Figuren weiterentwickelt haben? Wenn Sie wegen der entstandenen Filmsequels und diesen Weiterentwicklungen oft enttäuscht wurden, erfahren Sie die Ursachen dieser Enttäuschungen. Genauso erfahren Sie mehr über die Modelle der Wiederholung und unseren (oft unbewussten) Sehnsüchten, diesen Modellen zu folgen. Als filminteressierter Leser werden Sie bestimmt, auch wenn Sie die zahlreichen Filmbeispiele nicht kennen sollten, große Lust bekommen, sich einige dieser Filme (wieder) einmal anzusehen. – Versprochen!

Also lehnen Sie entspannt zurück und tauchen Sie ein in eine Entdeckungsreise des fortsetzbaren Storytellings.

Wenn Sie mehr über das Buch „Wie Hollywood erzählt: Fortsetzungsdramaturgie mit Storytelling“ erfahren möchten, wenn Sie wissen möchten, wie Sie mit Fortsetzungsdramaturgie Ihr eigenes Unternehmensmarketing bereichern könnten, hilft ihnen DramaTec jederzeit. Natürlich können Sie mich auch unverbindlich und persönlich kontaktieren.

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COVID-19 in der fiktionalen Welt

COVID-19 in der fiktionalen Welt

COVID-19 stößt die Tür unserer realen Welt auf, um in die fiktionale Welt von Film und Fernsehen einzudringen. Mittlerweile befremden uns Bilder aus der Zeit vor COVID. Bilder mit großen Menschenansammlungen, Umarmungen und Nahkontakt zu anderen Personen. Keine Masken, keine Distanz. Eine Zeit, die beinahe in Vergessenheit gerät und uns in Sehnsucht nach „Normalität“ schwelgen lässt. Mit dem Virus ist ein fiktionaler Albtraum zur Realität geworden, die jetzt auch noch auf der Überholspur in der fiktionalen Welt fährt.

Wie sieht unsere Welt nach der Pandemie aus?

Nicht nur eine philosophische Frage. Erinnern Sie sich noch, wie das vor COVID-19 war? Als Sie noch Nahkontakt zu Ihren Liebsten pflegten und diese herzlichst begrüßten. Wie Sie vielleicht asiatische Touristen mit Maskenschutz in den Innenstädten kopfschüttelnd belächelt haben? Wie denken wir heute darüber? Sind wir wirklich nur müde? Oder sind wir mittlerweile in einem Zustand, in dem wir uns kaum noch vorstellen können, wie wir ohne Virus gelebt haben?

Keine Frage. Wir sehnen uns nach der Rückkehr zur „Normalität“. Wie auch immer sie aussehen mag. Ohne Lockdowns und Corona-Regeln, ohne Ausgangssperren und wieder mit völliger Bewegungsfreiheit. Es wird Zeit, dass wir dahin zurückkehren. Und es wird wohl auch Zeit kosten, „Normalität“ wieder in unserer Realität wahrnehmen zu können.

COVID-Themen in COVID-Realität

Es war klar, das COVID-19 als Thema für fiktionale Stoffe spätestens nach der Krise und auch abseits großer Hollywoodproduktionen unsere Welt spülen wird. Es wird tausende Geschichten rund und um das Thema geben, uns in die Kinos und vor die Bildschirme locken. Dass die Pandemie aber noch vor Überwindung der Krise auch die fiktionale Welt erobert, war nur bedingt absehbar.

In zahlreichen US-Serien lässt sich dieser Bruch beispielsweise über Nacht nachvollziehen. Nach dem plötzlichen Abbruch laufender Produktionen und langen Drehpausen folgten die Storys nahtlos einer Dramaturgie, die das Virus jetzt auch als Problem in der fiktionalen Welt beinhaltet. Sicher nicht geplant, aber der finanzielle Druck war zu groß. Ein Abwarten auf das Pandemieende nicht möglich, um die Dreharbeiten „normal“ fortsetzen zu können.

COVID als dramaturgischer Stoff für die Nachahmung von Realität

Dramaturgisches Storytelling bedeutet Nachahmung von Realität. In der fiktionalen Welt der Fernsehserien sind wir bereits vor der Überwindung von COVID-19 in der Nachahmung unmittelbarer Realität angekommen. Beinahe beängstigend zeigt sich die Tatsache, dass wir offensichtlich auch noch während der Krise fiktionale Stoffe mit derselben Realität konsumieren.

Wie wird das wohl sein, wenn die fiktionale Welt und ihr Handlungsgeschehen wieder von der Realität eingeholt wird, wenn wir beginnen, zurück zur „Normalität“ zu finden? Jedenfalls teilen zu allem Überfluss jetzt auch noch die Storys und Figuren in der fiktionalen Welt die Probleme der Menschheit in der realen Welt.

COVID als größter Geschichtenausstoß in der Mediengeschichte?

Bisher war es so, dass nach den größten Katastrophen der Menschheit auch der größte Ausstoß von Geschichten folgte. Ein Ereignis wie COVID-19 hat es bisher nicht gegeben. Wir können also, nachdem wir das Virus endgültig bezwungen haben, mit einer Flut von Storys rund um das Thema rechnen.

Das bedeutet auch, dass für Storyteller genau jetzt die richtige Zeit ist, um auch nicht die „kleinen“ Geschichten rund um das große Thema zu vergessen. Das sind die aufblitzenden Storys, die uns Erfahrungen teilen lassen und uns tatsächlich berühren. Sie sind nicht minder spannend als das apokalyptische Blockbusterkino, das zwangsläufig folgen wird. Dann, wenn wir wirklich zurück in die „Normalität“ gefunden haben und in der „Sicherheit“ eines Kinosaales fiktionale Kost genießen.

 

 

 

Pixaybay-Bild: Alexandra_Koch

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YouTube und Direct Publishing

YouTube und Direct Publishing

Im Beitrag Selbstverleger im Onlinegeschäft schrieb ich über die vielen Vorteile und Möglichkeiten des Direct Publishing für Autoren. Als Analogie zum „Modell (Online)-Selbstverlag“ lassen sich auch bei der Plattform YouTube interessante Parallelen entdecken.

„DU sendest“

Mit „Broadcast Yourself“ als ursprünglichem Slogan nahm die Plattform YouTube sogar unmittelbar auf sich selbst Bezug. Ganz nach dem Motto „Strahle dich selbst aus“ forderte YouTube (= „Du Röhre“ oder „Du sendest“) explizit dazu auf, sich in den audiovisuellen Praktiken der Selbstinszenierung zu versuchen.

Einer der drei Gründer, Jawed Karim, postete mit Me at the zoo das erste Video auf der Plattform. Der erzählerische Akt zur Selbstinszenierung gehörte offensichtlich zur Gründungsintention. Erstmals war es möglich selbst Fernsehen zu machen, um für ein weltweites Publikum „auszustrahlen“. Das audiovisuelle Format des direct publishing war aber auch von Beginn an umstritten.

So lesen wir in einer Schrift des Internet-Kritikers Keen: „YouTube stellt sogar die Blogs noch in den Schatten, was die Geistlosigkeit und Absurdität seiner Inhalte betrifft. Offenbar ist nichts zu prosaisch oder zu narzisstisch für diese Affen mit der Videokamera. Die Site ist eine unendliche Galerie von Amateurfilmen, die arme Idioten beim Tanzen, Singen, Essen, Waschen, Einkaufen, Fahren, Putzen, Schlafen zeigen oder auch dabei, wie sie einfach nur auf den Computerbildschirm starren.“ (Andrew Keen, Die Stunde der Stümper 2008, orig.: The Cult of the Amateur, 2007)

Leser und Rezipienten als Taktgeber für „erfolgreiches“ Direct Publishing

Was schlussendlich gefällt oder nicht gefällt entscheidet nicht ein Sender oder ein Verlag, sondern das Publikum. Schnell haben sich die Inhalte der „Affen mit Videokamera“ weiterentwickelt. Eine natürliche Auslese. Mit Anstieg der Qualität, dem Einzug des Wissenstransfers mittels Tutorials und der Etablierung vieler anderer Clip-Genres, waren auch ernsthaft kommerzialisierbare Absichten nicht mehr fern. – Die Marketingmotoren brummen jedenfalls bis heute sehr laut.

Wenn Sie als Autor früher einen Verlag finden wollten, stießen Sie auf die erste große Hürde: „Zugänglichkeit.“ Es galt zuerst einen seriösen Verlag zu finden, der sich überhaupt mit Ihrem mühevoll verfassten „Meisterwerk“ auseinandersetzte. (Leider gibt es auch heute noch sehr viele unseriöse Direkt-Verlage, bei denen nur Sie selbst als Autor viel Geld investieren.) Ein guter Verlag muss Ihr Werk also zuerst als lesenswert einstufen und in ihr Projekt investieren. Dann verstreicht wieder sehr viel Zeit, bis Ihr Buch endlich gedruckt wird und meistens haben Sie bis dahin immer noch nichts verdient. Dabei entscheidet doch nur Ihr Leser, was er lesen möchte und wofür er bereit ist, auch einen angemessenen Preis zu bezahlen.

Keine Risiken mit Qualität

Direct Publishing bedeutet auch sehr hohe Eigenverantwortung. Als selbständiger Autor und Verleger in einer offen zugänglichen Infrastruktur mit zahlreichen Tools tragen Sie für die Publikation Ihrer Geschichten nur ein Risiko: Sie müssen mit bestmöglicher Qualität Ihr Publikum erreichen. Nicht ein Verlag oder ein Sender kann diese Risiken für Sie übernehmen. Sie gestalten Form und Inhalt Ihres Buches und entscheiden, welche Marketingaktivitäten und Kampagnen Sie für Ihr Projekt starten. Sind das nicht auch großartige Möglichkeiten, um endlich der Welt Ihre Geschichten erzählen zu können?

Reichweite nutzen

Egal ob Sie ein Tutorial starten, Unternehmensfilme veröffentlichen oder Ihre private Show inszenieren. Sie nutzen YouTube als Plattform mit höchster Reichweite. Wenn Sie Ihr Buchprojekt selbst publizieren möchten, konzentrieren Sie sich deshalb auf das reichweitenstärkste Programm mit den meisten Vorteilen und günstigsten Konditionen. (Genau, Sie wissen welches Verlagsprogramm ich meine.) Nutzen Sie die weltweite Reichweite und Erreichbarkeit dieser Plattform für Direct Publishing und veröffentlichen Sie risikofrei Ihre schubladisierten Bücher. Konzentrieren Sie sich dabei lediglich auf die Steigerungsfähigkeit der inhaltlichen Qualität.

Auch viele früher als „Affen mit Amateurfilmen“ verurteilte YouTuber haben ihre Inhalte weiterentwickelt und verbessert. Schlussendlich haben Sie aber mit Direct Publishing die eigenverantwortliche und einzigartige Möglichkeit mit Ihren Geschichten ein sehr großes Publikum zu erreichen. Aber vergessen Sie bitte auch nicht, dass erfolgreiches Storytelling genau dort beginnt, wo das Offensichtliche endet.

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