Unternehmensportraits mit Storytelling

Unternehmensportraits mit Storytelling

Das Unternehmensportrait gehört zu den größten Herausforderungen, um ein wirkungsvolles Image zu generieren. Die eigene Unternehmensgeschichte auch als spannende Geschichte und mit den Techniken des Storytellings zu erzählen, ist die Königsdisziplin des Texters. Die Story muss zuerst entdeckt werden, bevor sie erzählt werden kann.

Vom „Über uns“ zur „funkensprühenden Idee“

Sie kennen das bestimmt. Die Inhalte eines Unternehmensportraits sind beschreibend und wiederholend. Völlig egal, ob diese Inhalte im Bereich „Über uns“, „Team“, „Philosophie“ oder wo auch immer in einer Unternehmenspräsentation zu finden sind. Und viele dieser Texte sind auch sehr gut und informativ geschrieben. Gut so. Aber vor allem für lange bestehende und gewachsene Unternehmen verdecken solche Texte die einmalige Möglichkeit, Interessenten mit einer „funkensprühenden Idee“ zu begeistern.

Storytelling bedeutet, diese funkensprühende Idee zu entdecken. Wir sprechen auch von der beherrschenden Idee als Thema, das alle Aktivitäten, Philosophie und Ziele eines Unternehmens zusammenfasst. Also welche spannende Geschichte verbirgt sich tatsächlich hinter der alles beherrschenden Idee eines Unternehmens?

Prozesse der „Geschichtsfindung“

Um ein „ziehendes“ Unternehmensportrait als Story zu schreiben, müssen wir die alles beherrschende Idee entdecken. Das bedeutet, wir müssen Daten sammeln. Also bereits im Kundengespräch herausfinden, woraus Motivationen, Absichten und Ziele der UnternehmerInnen bestehen. Wir beginnen mit dem Kratzen an der Oberfläche, um dann immer mehr in die Tiefe des wahren Wesens, der Wünsche und Vorstellungen für das Unternehmensportrait vorzudringen. Das braucht manchmal mehr, manchmal weniger Zeit. Schlussendlich geht es im Prozess der Geschichtsfindung lediglich darum, auf den wahren Kern zu stoßen, der in weiterer Folge Zündstoff für eine spannende Story ist.

Eine Geschichte, die wiederum die alles verbindende und beherrschende Idee einer Unternehmensphilosophie in einer Erzählung ausdrückt. Oft verbergen sich spannende Geschichten auch hinter der Unternehmensgeschichte selbst. Wenn wir aber Ihre Geschichte einmal entdeckt haben, fährt Ihr Unternehmensportrait auf Schienen.

Storytelling ohne Produkt- und Dienstleistungszwängen

Außergewöhnliche und spannende Geschichten folgen nicht allen Regeln. Natürlich hat eine gute Geschichte Struktur, Protagonisten und Konflikte, die bewältigt werden. Inhaltlich steht ein funktionierendes Unternehmensportrait als Story jedoch nicht den Erfordernissen von Produkt- oder Dienstleistungswerbetexten. Diese Bereiche sind wichtiger Bestandteil Ihres Unternehmens? Gut, mag sein. Aber im Unternehmensportrait geht es in erster Linie um IHR Unternehmen. Befreien Sie sich vom Zwang, in einem Portrait alles erzählen zu wollen. Für die Bewerbung Ihrer Produkte und Dienstleistungen gibt es andere und genauso zielgerichtete Textgenres. Im Unternehmensportrait sind sie bestenfalls notwendige „Nebenschauplätze“.

Mehrwert und Nachhaltigkeit eines Unternehmensportraits mit Storytelling

Ein Unternehmensportrait mit Storytelling bei DramaTec ist zwar etwas aufwändiger und Qualität hat auch einen Preis. Diese Qualität erhalten Sie aber sicher nicht über diverse Plattformen im Internet. Der große Mehrwert einer Unternehmensstory von DramaTec besteht nämlich auch in ihrer Nachhaltigkeit. Kurz: Ihre Geschichte wirkt auch zukunftsorientiert und hält Krisen oder Veränderungen stand. Erinnern Sie sich weshalb? Weil sich eine wirklich spannende Story immer nur aus einer alles beherrschende Idee in Ihrem Unternehmen entwickeln lässt.

Sie sind neugierig und wollen mehr über ein Unternehmensportrait mit Storytelling für Ihr Unternehmen erfahren? Dann kontaktieren Sie mich gerne und natürlich unverbindlich.

 

 

 

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Bewerbungsschreiben mit Storytelling

Bewerbungsschreiben mit Storytelling

Vor einigen Jahren habe ich mit dem Beitrag Über die Dramaturgie im Bewerbungsschreiben Parallelen zur aufmerksamkeitserregenden Filmdramaturgie aufgezeigt. Storytelling im Bewerbungsschreiben bietet speziell nach COVID-19 für Arbeitssuchende eine effektive Möglichkeit, sich wirkungsvoll bei Unternehmen zu präsentieren. Deshalb nochmals einige grundlegende Punkte, die Sie bei der Jobsuche und bei ihrem Bewerbungsschreiben überlegen könnten…

Struktur und Planung beginnt mit Ihrem Lebenslauf

Sie fragen sich, was Sie in einer Bewerbung schreiben sollen? Im Lebenslauf präsentieren Sie in tabellarischer Form sämtliche Stationen Ihres beruflichen Lebens, Ihre Aus- und Weiterbildungsentwicklung, Ihre Fähigkeiten und ein paar faktische Daten. Sie haben aber keinen Platz, um Ihre Motivation oder aufscheinende „Brüche“, mehrere kurzfristige Wechsel und dergleichen im Lebenslauf zu erklären. Betrachten Sie den Lebenslauf daher als Planungsgrundlage für Ihre wahre Geschichte, mit der Sie sich bewerben.

Denn egal ob im Lebenslauf oder in Ihrem Motivationsschreiben: Sie müssen immer bei der Wahrheit bleiben, auch wenn Sie heikle Stellen in Ihrer beruflichen Entwicklung lieber unerwähnt lassen möchten. Dafür bieten genau diese Stellen erzählerisches Potential, mit denen Sie im Bewerbungsschreiben punkten könnten. Wenn Sie sich ihren Lebenslauf ansehen, erkennen Sie bereits eine Struktur, die sich von der Vergangenheit bis in die Gegenwart erstreckt. Sie haben irgendwann am Anfang eine Ausbildung begonnen, sind dann in der Mitte bei verschiedensten Unternehmen tätig gewesen, haben sich weitergebildet, um dann zum Schluss bei dem zukünftigen Unternehmen anzukommen, für das Sie sich gerade bewerben. Damit haben Sie bereits die Grundstruktur Ihrer Geschichte vor sich liegen.

Bewerbung mit Storytelling

Wenn Sie dann mit dem Bewerbungsschreiben beginnen, konzentrieren Sie sich zuerst nicht auf die Länge des Textes. Wenn Sie „Brüche“ in Ihrer Karriere haben, verbirgt sich dahinter vielleicht eine persönliche Geschichte, die für Ihre Rezipienten durchaus spannend sein könnte. Eine Geschichte ohne Konflikte wäre doch auch keine spannende Geschichte oder? Zeigen Sie Ihrem Leser, wie Sie diese Konflikte gelöst haben. Schreiben Sie darüber, ohne zu diskreditieren.

Überlegen Sie auch die Ereignisse, die zu Ihrer Arbeitslosigkeit oder Kündigung in Vergangenheit oder Gegenwart geführt haben. Wie haben Sie Krisen im Alltagsleben bewältigt? Wie ticken Sie als Person? Gibt es Merkmale privater Natur, die auf eine besonders hilfsbereite und vertrauenswürdige Person schließen lassen? Halten Sie sich nicht unnötig damit auf, dem Unternehmen Ihre Motivationen einzubläuen. Sie erzählen einem „fremden“ Unternehmen Ihre persönliche Geschichte, damit Sie auch die Chance für ein persönliches Kennenlernen des Unternehmens erhalten.

Dabei müssen Sie zwar immer bei der Wahrheit bleiben, aber Sie schreiben mit Ihrer Geschichte auch eine Bewerbung. Also rücken Sie die besten Seiten Ihrer Persönlichkeit, Ihre Erfahrungen und Konflikte die Sie gelöst haben in strahlendes Licht.

Bewerbungsschreiben kürzen bedeutet nicht, dass Sie es auch würzen

Es stimmt schon, dass sich Menschen im Berufsalltag nicht mehr viel Zeit lassen, um lange Texte zu lesen. Wenn es wirklich spannende Texte sind, sieht die Geschichte wieder anders aus. Denken Sie daran, dass auch Menschen in der Personalbranche mit Bewerbungsschreiben überflutet werden. Viel Material, dass zuerst gesichtet und mühevoll selektiert werden muss. Einladungen gibt es nur für Bewerber, die den „Lebenslauf-Check“ überstehen und in weiterer Folge den definierten Erfordernissen halbwegs gerecht werden.

Um also Kandidat zu werden, müssen Sie positiv auffallen. Wenn in Ihrem Lebenslauf negativ wirkende Auffälligkeiten aufscheinen, erzählen Sie in Ihrem Schreiben darüber. Vielleicht gibt es dazu eine spannende Geschichte, die sich im Umkehrschluss wieder positiv auf Ihre Bewerbung auswirkt? Alles was sich positiv und spannend auf Ihre Geschichte und Ihre Bewerbung auswirkt ist erlaubt. Das sind keine Kriterien für die Länge eines Textes, sondern der Aufmerksamkeit, die Sie beim Leser wecken können.

Mut und Ausdauer bei Bewerbungsschreiben

Leider höre ich während der Krise auch immer wieder die Verzweiflung von Arbeitslosen, vor allem über 50-jährige und weibliche Betroffene in diesem Alter, die zudem alleinstehend sind. Versenden Sie möglichst kontinuierlich Ihre Bewerbungsschreiben an viele verschiedene Unternehmen. Auch wenn es Absagen hagelt ist es wichtig weiterzumachen und Ihr Schreiben anzupassen, wenn Sie entsprechendes Feedback dazu erhalten. Lassen Sie sich Ihr Alter nicht als Schwäche ankreiden und formen stattdessen daraus Ihre wahren Stärken. Schließlich haben Sie mit Ihrem Alter auch sehr viel berufliche Erfahrung gesammelt oder haben Ihr Kind alleine erzogen oder nicht?

Sie sind eine Persönlichkeit und keine Ware

Es gibt sicher auch sehr viele seriöse Personalagenturen, die bemüht sind, Ihnen ein neues Arbeitsumfeld zu schaffen. Achten Sie aber bitte immer darauf, dass Sie nicht zur Ware dieser Agenturen werden.

Ich helfe Ihnen sehr gerne mit DramaTec, um Ihr Bewerbungsschreiben mit Storytelling zu erstellen. Leider auch nicht ganz kostenlos, dafür erhalten Sie bei mir Ihr persönliches und nachhaltiges Portrait, mit dem Sie sich bei jedem Unternehmen präsentieren können. Sie können mich diesbezüglich jederzeit und unverbindlich kontaktieren.

Aber versuchen Sie es zuerst doch einfach selbst, denn niemand kennt Sie und Ihre Story so gut wie Sie selbst.

 

 

 

Pixaybay-Bild: loufre

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Methoden und Übungen für die „Kunst“ des Storytellings

Methoden und Übungen für die "Kunst" des Storytellings

Die Kunst des Storytellings und des Schreibens ist in Wahrheit eine sehr mühsame und anstrengende Tätigkeit. Neben Leidenschaft, permanenter Beobachtung, ständiger Sammlung und Dokumentation von Erfahrungen und Wissen, stehen auch ständiges Nachdenken über die Dinge der Welt auf der Aufgabenliste erfolgreicher Geschichtenerzähler. Hinzu gesellen sich Mut, Inhalte überhaupt erzählen zu wollen und Demut, dass großartig gelingende Geschichten mit sehr viel Übung zusammenhängen.

Permanente Beobachtung, Erfahrungen sammeln und Nachdenken

Ich erachte diese drei Dinge als wichtigste Voraussetzung, um interessante Dinge beschreiben oder zeigen zu können. Wir benötigen aber nicht nur Daten darüber was uns gefällt, sondern auch darüber, was unseren Zielgruppen, unseren Lesern oder Auftraggebern gefallen könnte. Wenn wir erzählerisch interessante oder aufmerksamkeitserregende Inhalte vermitteln wollen, benötigen wir Daten.

Über uns selbst, über die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden oder Auftraggeber, über der Allgemeinheit bekannte Erfahrungen. Neben Statistiken, Meinungsumfragen und Erhebungen gelten auch immer unsere eigenen Beobachtungen und Wahrnehmungen als wertvolle Quelle. Der Prozess des Nachdenkens gelingt meines Erachtens mit der Beantwortung folgender drei Fragen:

1.)       WAS will ich sagen/erzählen/vermitteln? (Thema und beherrschende Idee)

2.)       WIE will ich das tun? (Text, Bild, Video)

3.)       WARUM will ich es tun?

Geeignete Räume des Nachdenkens entdecken

Suchen Sie sich möglichst stille, entspannende oder inspirierende Orte aus, an denen Sie ungestört und alleine nachdenken können. Zum Beispiel ein Spaziergang an einem See? Es sollte auf alle Fälle ein Ort sein, an dem Sie sich wohl fühlen.

Meiden Sie deshalb laute Orte wie beispielsweise verkehrsintensive Straßen, die Sie im Denkprozess stören. Wenn Sie sich in Ihren Gedanken rund um Ideen, Themen und mögliche Inhalte vertiefen, sollten Sie sich selbst oder andere Menschen keinesfalls gefährden. (Zum Beispiel versehentlich bei Rotlicht einer Ampel eine Straße kreuzen.)

Gedanken und Ideen festhalten

Egal ob Notizbuch, auf einem Notebook oder als Sprachaufzeichnung am Handy. Wichtig ist nur, dass Sie Ihre vielen Gedanken und Ideen dokumentieren. Was Sie davon benötigen, nicht benötigen oder später benötigen soll Sie noch nicht kümmern. Achten Sie auch nicht auf die Art und Weise, auf Stil und Ausdruck, wie Sie diese Notizen festhalten. Nur Sie können und werden diese Aufzeichnungen lesen und damit weiterarbeiten. Sie brauchen lediglich einen Gedankenpool, aus dem Sie immer wieder schöpfen können.

Sprachaufzeichnungen als Schreibübung

Wenn Sie für die Gedankensammlung Sprachaufzeichnungen nützen, dann hätten Sie zum Beispiel auch schon eine sehr gute Schreibübung: Hören Sie auf Ihre Sprache und versuchen Sie die Inhalte zu Papier zu bringen. Nur besser und ohne Ähs und Öhms… Sie werden erkennen, wie sich Inhalte sinnvoll kürzen lassen und welche Teile sie komplett streichen können.

Schreibtrainings und Warmschreiben: „Nie mehr weißes Blatt Papier“

Wenn Sie später Ihre strukturierten Gedanken als Idee dann tatsächlich das erste Mal zu Papier bringen möchten, könnten Sie auf alle möglichen Widerstände stoßen. Sie suchen geradezu nach Problemen und Hindernissen, nicht schreiben zu müssen.

Irgendwelche unnötige Aufgaben tauchen plötzlich auf, ein Anruf, ein E-Mail, ein Besuch. Alle möglichen Störfaktoren und Ursachen, die Sie vom Schreiben abhalten. Sie finden einfach nicht den richtigen Beginn, die Sätze wollen einfach nicht aus Ihnen fließen. Sie brauchen also Tools, die Sie ständig und regelmäßig einsetzen können, um Sie zum Schreiben zu zwingen.

Die eigene Biografie als Übung und anwachsende Schatzkammer

Für mich eine wahre Goldgruppe für Ideensammlung mit mehreren Funktionen. Legen Sie einfach ein Dokument mit dem Titel „Meine Biografie“ an und beginnen Sie über sich selbst zu schreiben. Von Ihrer Geburt bis zur Gegenwart und schließlich ihrer Zukunft. Niemand könnte Ihre eigene Geschichte besser schreiben als Sie selbst, weil Sie Ihre Geschichte auch am besten kennen.

Ein weiterer Vorteil besteht auch darin, dass Sie Ihre Fantasie anregen, indem Sie Ihre Zukunft, Ihre Wünsche und Ziele beschreiben. Sie können also gleichzeitig Ihrer Fiktion Raum geben, um möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt daraus schöpfen zu können.

„Keine Denkverbote“ als Ventilmethode

Eine andere Methode sich warmzuschreiben besteht darin, ordentlich Dampf abzulassen. Schreiben Sie hierzu all Ihre Tageserlebnisse auf. Auch negative Ereignisse, Menschen, die Sie nicht leiden können. Verwenden Sie derbe Sprache. Schreiben Sie über Dinge, die Sie so niemals (öffentlich) sagen. Oder Sie schreiben über völlig konträre Sichtweisen zu Ihrer eigenen Einstellung. Lassen Sie ordentlich Luft raus!

Menschen beobachten und beschreiben, um Geschichten zu erfinden

Es gibt noch viele andere Schreibübungen. Wenn Sie aber Geschichten erzählen wollen, hier noch ein weiterer Vorschlag: Wählen Sie einen fremden Menschen, den Sie irgendwo beobachtet haben. Suchen Sie nach dem stärksten Signal dieses Menschen und stellen Sie sich vor, wie es dazu gekommen ist.

Zum Beispiel: „Durchtrainierter Muskelprotz in der U-Bahn trägt eine bunte Perlenkette um den Hals.“ „Spinnen“ Sie dann eine Geschichte um dieses Merkmal. Warum könnte so ein Typ eine Kinderhalskette tragen? Hat er sie von seinem Kind als Geschenk erhalten. Trägt er die Kette als Erinnerung an sein tragisch verunglücktes Kind? 

Zeigen statt Beschreiben: „Die Näherung zu Storytelling“

Sie erkennen vielleicht jetzt schon den Unterschied zwischen Menschen beschreiben und Menschen zeigen? Wenn Sie zum Beispiel ein Ereignis beschreiben, verwenden Sie dafür bestimmte Eigenschaftswörter: „Der Vortrag war sehr langweilig oder spannend.“

Wenn Sie sich dieser beschreibenden Wörter bewusst sind, können Sie mit der Schaffung von Kopfkino bei Ihren Lesern beginnen. Kurz: Sie zeigen in Bildern bestimmte Umstände oder Ereignisse. Zum Beispiel: „Kurz nach Beginn des Vortrags sind die ersten Teilnehmer in ihren Sesseln versunken und eingeschlummert.“

Das geht natürlich auch noch besser. Aber Storytelling bedeutet, bestimmte Handlungen als Ausdruck bestimmter Gefühle und Emotionen zu zeigen.

Übung für Fortgeschrittene: „Für Blinde schreiben“

Um die Fähigkeit mit Worten zu zeigen zu verfeinern, könnten Sie auch versuchen für einen blind geborenen Menschen zu schreiben. Wie könnte man Räume oder Orte einem blinden Menschen beschreiben? Konzentrieren Sie sich darauf, dass wir neben unserem Sehsinn auch noch Gehörsinn, Tastsinn, Geruchssinn und Geschmackssinn haben.

Eine Konditorei kann Ihre Augen beispielsweise nicht nur über „die verführerisch bunten Süßigkeiten gleiten lassen.“ Sie können im Kopf Ihrer Leser auch einen „wohlig aromatischen Kaffeeduft in Erinnerung rufen. (Riechen) Oder ihn hören lassen, wie es aus der Küche „dampft“ und ihn die „köstlich hausgemachten Leckereien“ schmecken lassen.

Mit 5 Worten Ideen entwickeln und die eigene Kreativität entdecken

Es ist immer wieder erstaunlich zu erleben, wie wirkungsvoll diese Übung bis heute ist. Sie eignet sich hervorragend als Übung, um Ideen zu entwickeln und ein zentrales Thema zu entdecken. (Beherrschende Idee.) Sie belebt außerdem die eigene Kreativität ständig neu und noch besser: Sie dringen damit auch in die Kunst des Storytellings vor.

Wählen Sie einfach 5 Worte, die eine bestimmte Idee zum Ausdruck bringen könnten. Im nächsten Schritt schreiben Sie einen Text, in dem diese 5 Worte vorkommen. Sie werden erleben, wie Sie damit Ihre eigene Kreativität anspornen, um einen bereits gut strukturierten Text zu Papier zu bringen. Im letzten Schritt beginnen Sie mit der Überarbeitung des Textes. Kürzen und streichen Sie unnötige Passagen. Suchen Sie dann nach den beschreibenden Worten im Text und versuchen Sie, diese Beschreibungen mit Bildern oder Handlungen zu zeigen. Üben Sie sich darin so oft Sie können. – Der Weg in die Königsklasse des „Storytellings“ ist dann nicht mehr ganz so fern.

 

 

Pixaybay-Bild: Angela_Yuriko_Smith

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